Wegweiser Bestattungen

Bestattungen erfordern eine rasche Abstimmung der Termine. In der Regel nimmt das beauftragte Bestattungsunternehmen Kontakt mit dem Pfarramt auf, um den Termin für die Bestattung abzusprechen. In jedem Fall sollte, noch bevor der Termin veröffentlicht wird, mit dem Pfarrer abgeklärt sein, ob er zu dem gewünschten Termin frei ist. Bei diesem Kontakt wird auch ein Gespräch verabredet, bei dem unter anderem das Leben des oder der Verstorbenen noch einmal bedacht und praktische Fragen zur Trauerfeier besprochen werden.
Gerne ist der Pfarrer auch bereit, Schwerkranke oder Sterbende zu besuchen und ihnen das Abendmahl zu reichen.
Zur Vorbereitung auf das Gespräch zur Vorbereitung der Trauerfeier ist es hilfreich, sich Gedanken über den Bibeltext zu machen, der der Predigt zugrundegelegt werden soll (evtl. Denkspruch, oft im Gesangbuch des Verstorbenen zu finden) und auch über die Lieder, die in der Trauerfeier gesungen werden sollen.
Die Trauerfeiern finden zumeist in der Kirche, gelegentlich auch in der Aussegnungshalle statt. Ist die Trauerfeier in der Kirche, wird der Sarg in der Regel in die Kirche eingebracht. Vor der Trauerfeier kommt der Pfarrer in die Zelle bei der Aussegnungshalle, um dort am (offenen?) Sarg mit den engsten Angehörigen Abschied vom Verstorbenen zu nehmen.
Bei Feuerbestattungen besteht die Möglichkeit, nach der Trauerfeier mit dem Sarg wieder aus der Kirche auszuziehen, um am Friedhofstor vom Verstorbenen Abschied zu nehmen, bevor der Sarg mit dem Leichenwagen abgeholt wird. In der Regel aber verbleibt der Sarg in der Kirche, und wer möchte nimmt am Ende der Trauerfeier am Sarg persönlich Abschied vom Verstorbenen.
Ein Freitod ist kein Hinderungsgrund für eine kirchliche Bestattung. Auch wenn ein Kind vor der Taufe stirbt, kann es selbstverständlich kirchlich bestattet werden. Dies gilt auch für totgeborene Kinder.